Nobbi's Fahrschule
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Der neue Motorradführerschein ab 2013

Neue Aufstiegschancen

Seit dem 19. Januar 2013 gibt es neue Möglichkeiten, die einen stufenweisen Aufstieg beim Motorradführerschein ermöglichen.
Dafür wurde die Klasse A (beschränkt) ersetzt durch die Klasse A2.

Nach zwei Jahren Besitz des Führerscheins A1 (alter 1b) oder A2 muss für die Erlangung der nächsten Klasse lediglich eine
praktische Prüfung abgelegt werden. Der Führerschein der Klasse A kann entweder mit 24 Jahren, oder nach zwei Jahren Besitz
der Klasse A2 erlangt werden.
Bei Quereinstieg in die Klassen A2, oder A muss der reguläre Theorie und Praxisunterricht besucht werden,
sowie die Theorieprüfung und Praxisprüfung ablegt werden. Ab sofort gelten die folgenden Standards für die einzelnen Klassen:

A1

Nach wie vor auf 11 kW (15 PS) beschränkt, allerdings muss keine Geschwindigkeitsdrossel (80 km/h bis zum 18. Geburtstag) mehr eingebaut werden.

A2

Die Leistungsbeschränkung wurde von 25 kW (35 PS) auf 35 kW (48 PS) und das Leistungsgewicht von 0,16 auf 0,2 kW/kg erhöht.

Erforderliche Schutzbekleidung für Motorradausbildung

Ausbildung und Prüfung

Wer einen Zweiradführerschein machen will ist jetzt gesetzlich verpflichtet, während der Fahrstunden vom Kopf bis zu den Füßen geeignete Schutzkleidung zu tragen. Darauf weist die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e. V. hin.

Die Zeiten, in denen Fahrschüler in Jeans auf dem Motorrad sitzen durften, sind endgültig vorbei. Der Gesetzgeber schreibt [Anlage 7 Nr. 2.2.18 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV)] nun geeignete Schutzkleidung für alle Zweiradklassen - mit Ausnahme Mofa - vor. Was bedeutet das konkret? Integralhelme mit Visier sind schon lange Pflicht, sagt Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF). Der Helm muss ohne Druck gut sitzen und sollte einen festen Schutz - auch für die Kinnpartie - haben. Zulässig, aber weniger geeignet, sind sogenannte Jet- oder Halbschalenhelme, aber nur mit Visier oder Motorradbrille. Nicht zulässig sind artfremde Kopfbedeckungen wie Bau-, Stahl-, Radfahr-, Ski- und Feuerwehrhelme.

Der Oberkörper inklusive der Arme muss durch eine eng anliegende Jacke in einem geeigneten Material geschützt sein. Geeignete Materialien sind Leder oder spezielles Textilgewebe. Rückenprotektoren sind Pflicht entweder integriert oder zusätzlich zum Unterziehen. Nicht zulässig sind beispielsweise Jeans oder Wollstoffe. Das gleiche gilt für die Hose. Ausnahme: Spezielle Motorradjeans mit Kevlar-Armierungen sind zulässig. Die Hose sollte ebenso wie die Jacke eng anliegen und muss natürlich lang sein.

Die Hände müssen durch geeignete Motorradhandschuhe aus Leder oder speziellen Textilien geschützt sein, die über Schutzverstärkungen beziehungsweise Polsterungen verfügen. Skihandschuhe sind ebenso wenig geeignet wie fingerlose Motorradhandschuhe. Die Schuhe müssen über einen ausreichenden Knöchelschutz verfügen. Sie müssen die Knöchel vollständig bedecken. Leichte Turnschuhe sind nicht zulässig, selbst wenn sie über den Knöchel reichen. Bei Schnürschuhen müssen die Schuhbänder so gebunden sein, dass sie sich nicht am Motorrad oder an Brems- oder Schalthebel verhaken können.

Diese Neuregelegung ist absolut sinnvoll, sagt BVF-Vorsitzender Gerhard von Bressensdorf. 2013 sind fast 1.000 motorisierte Zweiradfahrer oder mitfahrer auf deutschen Straßen gestorben von den Schwerverletzten gar nicht zu reden. Geeignete Schutzkleidung kann Leben retten und darf auch während der Fahrausbildung nicht außen vor gelassen werden. Die Fahrlehrer beraten gerne beim Anschaffen und Auswahl geeigneter Ausrüstung. Und was passiert, wenn sich ein Fahrschüler weigert, geeignete Schutzkleidung zu tragen? Dann muss der Fahrlehrer die Fahrstunde absagen, so von Bressensdorf. Sowohl wegen der Sicherheitsaspekte und der gesetzlichen Vorgaben als auch aus versicherungsrechtlichen- und Haftungsgründen.

Neue Assistenzsysteme für das Motorrad

Bremssysteme
Traktionskontrolle
Reifendruckkontrolle
Semiaktives Fahrwerk
Adaptives Bremslicht
Kurvenlicht
Tempomat
Schaltautomatik

Fahrtechniken

Die Kurve richtig kriegen

neues ab Januar 2017

Klasse A2

Seit dem 19. Januar 2017 gilt eine von der EU gemachte Regel für das Führen von

Motorrädern der Klasse A2 auch für Deutschland.

 

Für Krafträder der Klasse A2 gilt

  • einer Motorleistung von maximal 35 kW und
  • einem Verhältnis der Leistung zum Gewicht von maximal 0,2 kW/kg und
  • die offene Version eines gedrosselten Kraftrades darf maximal 70 kW betragen

 

Inhaber einer bis zum 27. Dezember 2016 ausgestellten Fahrerlaubnis

dürfen Motorräder deren offene Version mehr als 70 kW beträgt weiterhin

im Inland fahren


Mofa

Die Mofa Prüfbescheinigung berechtigt jetzt auch zum Fahren von

zweisitzigen Rollern

 

Stop-zeichen